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Sie hat jeden Marketer hart getroffen: Die DSGVO. Wochenlang hat sie uns zahlreiche schlaflose Nächte gebracht, jetzt heißt es Kaffee holen und weitermachen. Im Zuge der Implementierung haben viele Unternehmen hart gewonnene E-Mail-Adressen aussortieren müssen, weil sie den neuen Datenschutzanforderungen nicht gerecht waren.

Nun ist es Zeit, neue Adressen zu sammeln. In unserer aktuellen Serie erklären wir 5 einfache Möglichkeiten, wie Sie effektiv neue Leads generieren können. Im ersten Teil dieser Serie haben Sie bereits gelernt, wie Sie in 9 einfachen Schritten Ihre womöglich angestaubten Anmeldeformulare optimieren können, um damit neue E-Mail Adressen zu gewinnen. Im zweiten Teil zeigen wir Ihnen, wie Sie gezielt Freebies nutzen können, um den Anmeldeprozess noch attraktiver zu gestalten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum Sie für die Gewinnung neuer E-Mail Adressen unbedingt Freebies nutzen sollten
  2. Das muss ein Freebie leisten
  3. 5 unwiderstehliche Freebie-Arten
  4. Freebies & die DSGVO: Das müssen Sie beachten

Warum Sie für die Gewinnung neuer E-Mail Adressen unbedingt Freebies verwenden sollten

Heute werden wir an allen Stellen dazu aufgefordert unsere Daten preiszugeben. Gleichzeitig erreichen uns immer wieder Schlagzeilen von gestohlenen Datensätzen oder jede Menge SPAM- und Phishing Mails. Kurz: Wir alle sind verunsichert, wenn wir an das Thema Datenschutz denken und wollen unsere E-Mail Adresse am liebsten nur so selten wie möglich weitergeben.

Umso wichtiger ist es für Sie, so viel Vertrauen wie möglich zu erzeugen, wenn Sie potenzielle E-Mail Abonnenten dazu auffordern, Ihre Daten an Sie weiterzugeben. Wie das am besten gelingt, haben wir im ersten Teil dieser Serie beschrieben. Doch nicht nur der Gedanke an den Missbrauch von Daten hindert uns, einen neuen Newsletter zu abonnieren. Denn wie der Bäcker für sein Brötchen Geld sehen will, will der geneigte Internetnutzer eine Gegenleistung für seine Daten.

Neben dem Mehrwert, die Ihre Mailings allein bieten (sollte), gibt es eine wunderbare Möglichkeit, um diesen erfolgskritischen Prozess bestmöglich zu unterstützen: Geschenke. Freebies sind digitale Geschenke, die als Anreiz dienen und mit der ersten E-Mail an Ihren neuen Abonnenten versandt werden.

Das muss ein Freebie leisten

Egal ob Whitepaper, Checkliste oder Video-Kurs: Ein Freebie muss in jedem Fall drei grundlegende Anforderungen erfüllen, um wirklich als Anreiz für die Gewinnung neuer E-Mail Adressen zu funktionieren.

  1. Ein Freebie muss relevant sein.
    Auch wenn wir alle gern essen, ist ein eBook in Form eines Kochbuchs kein passendes Freebie, wenn Sie einen Onlineshop für Bekleidung betreiben. Ihr Freebie sollte also in direktem Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen und den Interessen Ihrer Zielgruppe stehen.
  2. Ein Freebie muss ein konkretes Problem lösen.
    Setzen Sie Ihren Fokus bei der Entwicklung Ihres Freebies auf die Frage, welche Probleme Ihre Zielgruppe hat. Betreiben Sie beispielsweise einen Onlineshop für Sushi-Zubehör, kann es wiederum sehr passend sein, Ihren Abonnenten eine Checkliste mit allen nötigen Zutaten zu “schenken”.
  3. Ein Freebie muss leicht konsumierbar sein.
    Gleichzeitig muss ein Freebie leicht und schnell konsumierbar sein. Ein 100-seitiges eBook über Sushi ist also wesentlich unpraktischer, als ein einzelnes Rezept, eine Einkaufsliste oder ein Video-Kochkurs.

5 unwiderstehliche Freebie-Arten

1. Whitepaper

Whitepaper sind Dokumente, die ein bestimmtes Thema behandeln und dienen allein der Vermittlung von Wissen. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass Whitepaper keine Werbung beinhalten, sondern einen echten Mehrwert bieten. Whitepaper sind mit 1 – 10 Seiten also deutlich kürzer als ein eBook und eignen sich wunderbar, um sich als Experte am Markt zu positionen.

Wählen Sie Ihr Thema dabei unbedingt mit Bedacht und fokussieren Sie sich auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe. Eine hervorragende Inspirationsquelle sind dabei beispielsweise Ihr eigener Blog oder – im Zweifelsfall – der Blog Ihrer Konkurrenz. Mit Sicherheit entdecken Sie so ein komplexes Thema, das sich für ein Whitepaper sogar noch viel besser eignet als für einen einfachen Blogbeitrag.

Vergessen Sie dabei nicht das Whitepaper ansprechend und in Ihrem Corporate Design zu gestalten und ein einladendes Titelblatt hinzuzufügen. Die Qualität Ihres Whitepapers ist letztendlich entscheidend dafür, ob sich neue Leser für Ihre Mailings anmelden und angemeldet bleiben.

Freebie

2. eBooks

eBooks sind wesentlich komplexer als Whitepaper und damit auch schwerer zu konsumieren. In speziellen Fällen kann ein eBook trotzdem eine hervorragende Freebie-Wahl sein, wenn es um die Vermittlung sehr komplexer Zusammenhänge geht. Beispielsweise kann es durchaus passend sein, wenn ein Unternehmensberater ein eBook zur Erstellung einer WordPress Seite als Freebie versendet, da die eigene Internetseite – beispielsweise erstellt mit WordPress – lediglich die notwendige Basis für seine Beratungsleistungen ist.

Fragen Sie sich aber in jedem Fall, wie viel ihr Freebie wert ist. Sicher muss ein Freebie von hoher Qualität sein. Es gibt jedoch keinen Grund ein Freebie zu versenden, dass Sie locker für 50 Euro oder mehr verkaufen könnten.

 

3. E-Mail Serien

Mit einer E-Mail Serie können Sie komplexe Themen in mehrere, leicht konsumierbare Häppchen aufteilen. Optimal ist eine Unterteilung in drei bis fünf E-Mails. Dieses Freebie-Format bietet den Vorteil, dass Ihre Abonnenten wissen, was sie zukünftig von Ihnen erwarten dürfen und sich so komplexe Inhalte leichter vermitteln lassen. Jede E-Mail sollte dabei trotzdem in sich abgeschlossen, aber dennoch Bestandteil der gesamten E-Mail Serie sein.

Grundlage für die Versendung einer solchen Serie ist eine E-Mail Marketing Software mit Automations-Funktionen. mailingwork bietet Ihnen ein umfangreiches Kampagnen-Tool, mit dessen Hilfe sie leicht eine solche E-Mail Serie erstellen können. Mit dem Tool legen Sie fest, in welchen Intervallen Ihre E-Mails versendet werden sollen oder ob der Versand an eine bestimmte Handlung Ihrer Abonnenten geknüpft sein soll (zum Beispiel das Öffnen der vorherigen E-Mail).

Im Artikel “Keine Scheu vor Newsletter-Kampagnen!” lernen Sie Schritt für Schritt die die Erstellung erfolgreicher E-Mail Serien.

Jede E-Mail sollte zudem ansprechend gestaltet sein und Ihrem Corporate Design entsprechen. Dafür können Sie Ihre eigenen, individuellen Templates nutzen. Auch diese lassen sich problemlos mit mailingwork erstellen und für den Versand Ihrer Mailings nutzen.

 

4. Checklisten

Checklisten sind besonders leicht zu konsumieren – ein “snackable” Produkt, wenn man es so nennen möchte. Checklisten sind dabei auch wesentlich schneller zu erstellen als eBooks oder E-Mail Serien und bieten mit dem passenden Inhalt dennoch einen großen Mehrwert. Ein Inhaber eines Reisebüros könnte also Packlisten für verschiedene Reiseregionen als Freebie versenden. Doch auch hier gilt: Gestalten Sie Ihre Checklisten nicht zu banal, sondern bieten Sie Ihren neuen Abonnenten echtes Wissen. Im Falle der Packlisten des Reisebüros würde es also nicht ausreichen, grundlegende Kleidungsstücke aufzuzählen, sondern es bedarf spezifischer Informationen: Ein Mückenspray in Mittelamerika, Spikes im Nordeuropäischen Winter, eine Tropenimpfung in Indonesien.

Freebie

5. Video-Kurse

Ähnlich anspruchsvoll wie ein eBook ist die Erstellung eines Video-Kurses. Auch hier gilt: Der Video-Kurs selbst sollte nicht so wertvoll sein, dass Sie mit dessen Versendung auf relevante Einnahmen verzichten. Wohl aber können Sie den ersten Teil eines Video-Kurses versenden, um Ihre Abonnenten mit diesem Format von Ihrer Fachkompetenz zu überzeugen. Denken Sie daran, dass wie bei jedem anderen Freebie auch beim Video ein hoher Qualitätsanspruch erfüllt werden muss: Ein einfaches Handyvideo ist also nicht ausreichend, um sich als Experte am Markt zu positionieren.

Wie die DSGVO den Versand von Freebies verändert hat und was Sie beachten müssen

Sollten Sie gelesen haben, dass Sie keine Freebies mehr als Anreiz für die Eintragung für Ihren Newsletter verwenden dürfen, können Sie jetzt aufatmen und sich entspannt zurücklehnen. Sie dürfen Freebies benutzen.

Mit der DSGVO trat ein strengeres Kopplungsverbot in Kraft. Artikel 7 Absatz 4 regelt klar, dass Einwilligungen nur dann gültig sind, wenn die Erfüllung eines Vertrags unabhängig von der Einwilliung zu nicht für den Vertragszweck notwendiger Verarbeitungen ist. Kurz: Die Aussage “Hol Dir unser neues eBook, indem Du Dich zu unserem Newsletter anmeldest” funktioniert jetzt nicht mehr. Der Download eines Freebies oder die Teilnahme an einem Gewinnspiel darf also nicht an das Abonnement eines Newsletters gekoppelt werden.

Die Lösung: Ab sofort müssen grundsätzlich die Zustimmungen zu allen Verarbeitungen getrennt abgegeben und auch widerrufen werden können. Im Fall unserer Freebies bedeutet das, dass Sie

  • entweder zwei voneinander getrennte Checkboxen im Formular integrieren: Eine für die Einwilligung zum Versand des Freebies und die zweite für die Einwilligung zum Versand von Newslettern
  • oder Sie die ausdrückliche Zustimmung des Nutzers einfordern, dass er seine Mailadresse für Werbezwecke gegen ein Freebie tauscht.

 

Freebies versenden mit mailingwork

Die Versendung von Freebies mit mailingwork ist – wie wir es gern nennen – easy peasy. Die entsprechenden Dateien müssen lediglich in die Mediathek Ihrer mailingwork Plattform hochgeladen und dem Mailing als E-Mail Anhang zugewiesen werden. 

Freebie

Die automatisierte Versendung können Sie anschließend mit dem mailingwork KampagnenManager koordinieren. Mit diesem Tool können Sie den E-Mail-Prozess definieren. Eine Newsletter-Begrüßungsserie könnte beispielsweise so ablaufen: „Wenn“ der Interessent Ihren Newsletter abonniert, „dann“ erhält er „nach 2 Stunden“ eine „Begrüßungsmail“ inklusive Freebie und „nach 2 Tagen“ eine „Info-Mail“ (z. B. über das Erscheinungsdatum des Newsletters, über die Regelmäßigkeit, über Sonderaktionen etc.). „Dann“ wird er überführt in die „Standard-Newsletter-Kampagne“.

Freebie


Nach der DSGVO: Alle Artikel zur Adressgewinnung im Überblick

jongliert als Texterin und Expertin für Content Marketing regelmäßig Worte für mailingwork.

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