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In der aktuellen vierteiligen Artikelserie zu Landingpages haben Sie im ersten Teil bereits gelesen, warum Landingpages für Ihr E-Mail Marketing einfach unerlässlich sind. Schließlich sind Landingpages erwiesenermaßen das Tool, um zuverlässig neue Leads zu generieren, Traffic zu erzeugen und – am wichtigsten – die Conversion Rate durch die Decke zu katapultieren. Im zweiten Teil der Serie haben Sie darüber hinaus die 4 wichtigen Arbeitsschritte kennengelernt, die zur Vorbereitung jeder guten Landingpage notwendig sind. In diesem Teil der Artikelserie lernen Sie nun en détail alle 9 Bestandteile einer jeden erfolgreichen Landingpage kennen – inklusive wertvoller Hinweise, wie sie diese optimal gestalten. 

Um es dennoch noch einmal vornweg zu nehmen: Eine Landingpage ist immer dann erfolgreich, wenn das jeweilige Angebot auch wirklich an Ihrer Zielgruppe – besser noch Ihrer Buyer Persona – ausgerichtet ist, es die Einzigartigkeit Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung hervorhebt und die konkreten Schmerzpunkte der Adressaten bedient. Dabei sollten Sie mit jeder Landingpage immer nur eine Zielgruppe ansprechen. Im Fall also, Sie verkaufen beispielsweise ein Auto, brauchen Sie eine separate Landingpage für Geschäfts- und Privatkunden. Genauere Erläuterungen hierzu finden Sie in den ersten beiden Teilen der Serie. Nun aber zu den einzelnen Bestandteilen einer jeden guten Landingpage:

Diese 9 wichtigen Elemente gehören zu jeder guten Landingpage

1. Wiedererkennung: Logo & Corporate Design

An oberster Stelle jeder Landingpage sollte Ihr Logo zu sehen sein. Auf diese Weise ist für die User sofort erkennbar, wer der Absender des Angebots ist. Im Optimalfall werden so der Wiedererkennungswert erhöht und sofort positive Assoziationen zu Ihrem Unternehmen oder Ihrer Marke hervorgerufen. Dieser Effekt verstärkt sich natürlich immens, wenn Sie die Landingpage darüber hinaus in Ihrem Corporate Design gestalten. 

 

2. Headline & Subline

Wie in jedem Bereich spielt auch bei Landingpages die Headline eine übergeordnete Rolle. Schließlich sind Head- und Subline die erste Botschaft, die Ihre Interessenten wahrnehmen. Bei einer Landingpage, die einzig und allein die Aufgabe hat zu konvertieren, ist eine klare Botschaft nur noch wichtiger. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Headline bereits beantwortet, was Sie anbieten, was das Angebot einzigartig macht und welchen Nutzen man daraus zieht. Die Subline darf dann bestenfalls ergänzen, indem sie die Message fortführt oder gegebenenfalls einen möglichen Einwand ausräumt. 

 

3. Der Hero Shot

Wir verarbeiten Bilder schneller als Text und verstehen ein Produkt oder eine Dienstleistung leichter, wenn wir sie sehen. Deshalb sollte der Inhalt jeder Landingpage mit einem sogenannten Hero Shot eröffnet werden. Das kann eine Grafik, ein Foto oder ein fesselndes (Explain)-Video sein. Auch hier gilt, dass Fotos von lächelnden Menschen, Babys und süßen Tieren am besten funktionieren – aber natürlich muss das Bild auch zu Ihrem Angebot passen 😉 

Sollten Sie sich für eines der letztgenannten Bilder entscheiden, achten Sie zudem darauf, dass der Blick des Menschen oder des Tieres im Bild bereits hier die Blick- und Leserichtung vorgibt. Tests haben gezeigt, dass Landingpages, auf denen im Hero Shot der Blick des abgebildeten Menschen in Richtung Textblock dazu führt, dass der nebenstehende Text mehr Aufmerksamkeit erhält.

 

4. Die Einleitung

Nun haben Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Interessenten. Stellen Sie in einer kurzen Einleitung knapp vor, worum es sich bei Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung handelt. Heben Sie hier die wichtigsten Vorteile und Eigenschaften hervor und erzählen Sie hier auch gern einige kurze Informationen über sich, die das Vertrauen in das Angebot verstärken. 

 

5. Der Call-to-Action

Ein Call-to-Action ist eine klar formulierte Handlungsaufforderung – also in der Regel ein Button mit einer klaren Botschaft, die sowohl auffordert als auch aufzeigt, was der User durch den Klick erhält. Der Fokus einer jeden Landingpage liegt auf genau diesem Call-to-Action – also der Stelle, an der letztlich die Conversion stattfindet. Deshalb darf der Call-to-Action optisch auch nicht untergehen, sondern muss aus dem Design der Website herausstechen. Im Allgemeinen gilt dabei: Je länger Ihre Landingpage, desto öfter müssen Kernaussage und Call-to-Action auftauchen. Nicht jeden Interessenten werden Sie gleich schnell von sich überzeugen. Während einigen Nutzern Ihr Angebot bereits bekannt ist, werden andere bis zur Mitte oder gar bis zum Ende Ihrer Landingpage brauchen, bis sie gänzlich überzeugt sind.

Den ersten Call-to-Action sollten Sie deshalb bereits nach der Einleitung platzieren. Wichtig ist, dass dieser Call-to-Action sofort erkennbar und ohne zu scrollen erreichbar ist (denken Sie dabei auch an die verschiedenen Screens von Desktop, Smartphone und Tablet). Ein weiterer Call-to-Action sollte außerdem am Ende der Landingpage platziert werden. Je nach Länge können Sie die Inhalte der Seite aber auch zwischendurch durch weitere Call-to-Actions unterbrechen. Mehr Tipps für einen gelungenen Call-to-Action finden Sie in unserem passenden Beitrag.

 

6. Die Vorteile

Weil wir in erster Linie emotional entscheiden und erst später rational begründen, ist es nun an der Zeit, den Nutzen, also die Vorteile, Ihres Angebots aufzulisten. Hier geht es im Vergleich zum nächsten Punkt nicht darum, was Ihr Angebot kann und tut, sondern was der Nutzer davon hat. Ein bekanntes und sehr passendes Beispiel hierfür ist der Klassiker von Steve Jobs: Er hatte nicht einen mp3 Player mit 5 GB Speicherplatz in seiner Hosentasche, sondern 1000 Lieder. Welche Probleme löst also Ihr Angebot? Welche Wunschvorstellung erfüllt es? 

 

7. Die Eigenschaften & Features

Im Anschluss darf es rational werden. Listen Sie nun die Eigenschaften und Features Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung auf. Im Falle eines Buches sind das zum Beispiel die Inhalte, im Falle eines Mietwagens die Eigenschaften von Motor und Ausstattung oder im Falle von Steve Jobs die 5 GB Speicherplatz.

 

8. Der Social Proof

Während Sie bis zu dieser Stelle allein gesprochen haben, gilt es nun Ihr Angebot durch Beweise zu untermauern. Diese Beweise zeigen Ihren Interessenten, dass Sie Ihnen, Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung vertrauen können. Hierfür können Sie gern Vertrauensbeweise verschiedener Kategorien kombinieren – ganz so, wie es zu Ihrem Angebot passt. Platzieren Sie also beispielsweise

  • Testimonials (also Bewertungen von Ihren Kunden)
  • Case Studies
  • die Logos namhafter Kunden
  • Trust Symbole (also Qualitätssiegel wie bspw. das Bio-Siegel)
  • oder eine “Bekannt aus”-Liste

 

9. Kontaktinformationen

Prominent angebotene Kontaktinformationen zeigen, dass hinter Ihrem Angebot echte Menschen stecken. Auch das hilft dabei, das Vertrauen in Ihr Angebot zu erhöhen. Platzieren Sie also an geeigneter Stelle beispielsweise die Kontaktdaten eines persönlichen Ansprechpartners oder eine Telefonnummer (im besten Fall natürlich eine, die nicht offenkundig in ein Call Center führt). Je nach Produkt und Dienstleistung kann das vor allem auch eine Lösung für Kunden sein, die eine gewisse Hemmschwelle haben, digitale Transaktionen durchzuführen.

 

Quelle: www.shopify.com/free-trial

 

Weitere Tipps und Hinweise zur Gestaltung Ihrer Landingpage

Icons

Wie bereits angemerkt verarbeiten wir Bilder schneller als Text. Um also Textelemente wie die Vorteile und Eigenschaften schneller greifbar zu machen, eignet sich die Verwendung prägnanter Icons. So werden die Inhalte schneller deutlich.

Das beste Argument zuerst

Die Landingpage ist der falsche Ort für Spannungsbögen. Hier geht es nicht darum, eine Geschichte zu erzählen, sondern so schnell und effektiv wie möglich zu überzeugen. Sparen Sie sich die besten Argumente also nicht bis zum Schluss auf, sondern nennen Sie diese immer zuerst.

Pro Tipp: Message Match

Da die Landingpage immer nur das angesteuerte Ziel aus einem anderen Medium ist, bedeutet das, dass Sie Ihr Angebot zuvor schon beispielsweise in einer Social Ad, in einem Newsletter oder auf Ihrer Website angeteasert haben. Von dort aus führt dann der Link zu Ihrer Landingpage. Achten Sie dabei darauf, dass Sie an diesen Stellen immer dieselbe Bebilderung verwenden wie auch auf der Landingpage. Nutzen Sie also als Hero Shot einen Golden Retriever, sollte dieser auch schon in der zugehörigen Facebook-Anzeige auftauchen. Natürlich kann, aber muss es sich nicht um dasselbe Bild handeln. In Stock-Galerien finden Sie oftmals verschiedene Bilder von ein und denselben Personen oder Tieren in derselben Umgebung. So erzeugen Sie einen Message Match und haben dennoch die Freiheit, ein jeweils passendes Bild auszuwählen (siehe Blickrichtung unter Punkt 3).

Navigation & Links

Eine Landingpage beinhaltet immer nur ein Angebot für eine Zielgruppe und fokussiert sich dabei auf den Call-to-Action. Verzichten Sie deshalb unbedingt auf die Verwendung von einer Navigation und weiterführenden Links.

So wenig Eingabefelder wie möglich

Selbiger Minimalismus gilt auch für Formulare und Eingabefelder. Je weniger Informationen Sie von Ihren Interessenten abfragen, desto erfolgreicher wird Ihre Landingpage sein. Eine Landingpage ist also der falsche Ort, um hier bereits die Nutzerprofile Ihrer Kunden anzureichern. Das können Sie gern später in einem gezielten Leadmanagement-Prozess tun.

Übersichtlichkeit

Ihre Landingpage und die enthaltenen Informationen müssen leicht erfassbar sein. Um die Informationen also möglichst übersichtlich anzuordnen helfen Aufzählungszeichen, Nummerierungen und die farbliche Segmentierung einzelner Inhalts-Blöcke. Trennen Sie also beispielsweise Inhalte ab, indem Sie jeden zweiten thematischen Textblock farblich hinterlegen. Auf diese Weise fällt es den Nutzern leichter, zusammengehörige Informationen schneller als solche zu erkennen, um diese gegebenenfalls auch ohne Suche überspringen zu können. 

 

Fazit:

Mit einer guten Landingpage katapultieren Sie Leads, Traffic und Conversions geradezu durch die Decke! Dabei gilt: 

  1. Eine gute Landingpage richtet sich mit einem einzelnen Angebot an genau eine Zielgruppe.
  2. Das Ziel einer jeden Landingpage liegt auf der erfolgreich abgeschlossenen Conversion und damit auf dem Call-to-Action. 
  3. Bei der Gestaltung und der Formulierung der einzelnen Texte gilt darüber hinaus durchweg die Devise: Kein Platz für Unnötiges.
  4. Je mehr Landingpages Sie im Einsatz haben, desto erfolgreicher werden Sie sein.


Alle Beiträge der Landingpage-Serie

Bildquelle (Titelbild): © Mexrix / Adobe Stock

jongliert als Texterin und Expertin für Content Marketing regelmäßig Worte für mailingwork.

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