Back to Top

Eine Landingpage ist der Schlüssel für neue Leads – denn darum geht es im Marketing: Das Knüpfen neuer digitaler Kontakte, um so die eigenen Angebote gezielt an Interessenten zu senden. Im ersten Schritt der vierteiligen Serie zu Landingpages haben wir deshalb erklärt, weshalb Landingpages für Ihre Unternehmenskommunikation und Ihr E-Mail Marketing so verdammt wichtig sind, welche Ziele Sie mit Landingpages erreichen können und wie Landingpages grundlegend aufgebaut sein müssen.

Im zweiten Teil lesen Sie nun, welche vier Schritte Sie vor der Erstellung Ihrer Landingpage unbedingt tun müssen, damit diese schließlich auch den erhofften Erfolg bringt.

Schritt 1: Recherchieren Sie, was das Zeug hält

Wissen ist Macht! Das gilt auch für Landingpages. Je mehr Sie also im Vornherein über die Bedürfnisse Ihrer potenziellen Kunden, deren Schmerzpunkte und Wünsche in Bezug auf Ihr Angebot wissen, desto leichter wird es Ihnen fallen, Ihre Interessenten mit den richtigen Argumenten zu catchen.  

Mögliche Methoden, um sich einen umfangreichen Überblick über den Markt und Ihre potenziellen Käufer zu verschaffen, sind beispielsweise

  • Umfragen unter Ihren aktuellen Newsletter-Abonnenten und Ihrer Community
  • Gespräche mit Interessenten und Bestandskunden
  • gegebenenfalls das Lesen von Bewertungen zu ähnlichen Produkten und Dienstleistungen auf den entsprechenden Plattformen wie Amazon, Google oder iTunes
  • und natürlich ein Blick zur Konkurrenz.

Auf diesem Weg erfahren Sie 1:1 von potenziellen Kunden und denen, die es bereits sind, welche Bedürfnisse diese in Bezug auf Ihr Angebot haben und welche Argumente gegebenenfalls ausschlaggebend waren, Ihr Angebot zu nutzen. Die zentrale Frage Ihrer Recherche lautet demnach: “Aus welchem Grund würde sich ein Kunde für Ihr Produkt und Ihre Dienstleistung entscheiden?” Auf Basis dieser Erkenntnisse wird es sehr viel leichter, die wichtigstens Verkaufsargumente hervorzuheben und gezielt auf die Wünsche und Schmerzpunkte Ihrer Zielgruppe auf der Landingpage einzugehen.

 

Schritt 2: Definieren Sie Ihre Zielgruppe

Im nächsten Schritt sollten Sie nun Ihre Zielgruppe definieren oder die bestehende Zielgruppenanalyse überprüfen. Selbst, wenn Sie die Zielgruppe für Ihr Unternehmen kennen, können einzelne Angebote, die Sie auf einer Landingpage bewerben, kleinere Teilgruppen ansprechen. Je genauer Sie Ihre Zielgruppe also kennen, desto präziser können Sie diese ansprechen und umso erfolgreicher wird im Resultat Ihre Landingpage sein.

Doch damit nicht genug: Um eine wirklich zielgruppengerechte Landingpage zu erstellen, die erfolgreich verkauft, reicht eine Zielgruppenanalyse nicht aus. Denn auch, wenn Sie an dieser Stelle bereits grundlegende demografische Daten, berufliche Situation und Interessenfelder Ihrer potenziellen Kunden kennen, gilt es nun, Ihre Zielgruppe wirklich kennenzulernen – also die Sprache, Interessen und Spannungsfelder potenzieller Kunden zu erforschen.

Hierfür kann es zum Beispiel sinnvoll sein, einen Blick auf die Blogs und in Magazine zu werfen, die Ihre Zielgruppe liest, passenden Facebook-Gruppen beizutreten, in denen sich Ihre Zielgruppe tummelt und vielleicht sogar Podcasts und YouTube Kanäle zu recherchieren, die von Ihrer Zielgruppe konsumiert werden – natürlich immer in Bezug auf Ihr Produkt. Auf diese Weise tauchen Sie in die Lebensrealität Ihrer potenziellen Kunden ein, lernen deren Sprache kennen und entwickeln ein Gefühl für deren Themen, Bedürfnisse, Wünsche und Probleme.

Wichtig: Eine Landingpage sollte immer nur eine Zielgruppe ansprechen. Wenn Sie mit Ihrem Produkt mehrere Zielgruppen ansprechen wollen, braucht jede Zielgruppe eine eigens für sie kreierte Landingpage.

 

Schritt 3: Erstellen Sie eine Buyer Persona

Aufbauend auf Ihre vorangegangenen Recherchen und Analysen lassen sich nun entsprechende Buyer Personas ableiten. Buyer Personas zeigen einen sogenannten “Archetypen”, also eine beispielhafte, erfundene Person, die stellvertretend in ihren Eigenschaften Ihre Zielgruppe repräsentiert. An dieser Stelle geht es allerdings nicht mehr um oberflächliche Daten, sondern vor allem um weiche Faktoren, wie Lebenssituationen, Probleme, Wünsche, Motivationen und Ängste.

Geben Sie Ihren Buyer Personas auch gern ein Bild und einen Namen, ganz so wie Sie sich Ihre*n potenzielle*n KäuferIn auf Basis Ihrer Analyse eben vorstellen. Auch, wenn das im ersten Moment recht unnötig erscheint, kann ein Bild dabei helfen, die Inhalte der Landingpage exakt für diese Person zu schreiben. Schließlich schreiben Sie dann nicht mehr für eine abstrakte Gruppe an Interessenten, sondern für Michaela Eckert.

 

Schritt 4: Verfassen Sie ein Produktblatt

Im vierten und letzten Schritt der Vorbereitung Ihrer Landingpage geht es nun darum, ein Produktblatt für Ihr jeweiliges Angebot zu erstellen, das als inhaltliche Grundlage für Ihre Landingpage dienen wird. Basis hierfür sind alle bisher gewonnenen Erkenntnisse aus Recherche, Zielgruppenanalyse und Visualisierung der Buyer Persona. Dieses Produktblatt sollte folgende Inhalte haben:

  1. Features
    Welche Eigenschaften hat Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung? Sammeln Sie hier eine Liste aller Bestandteile und Features.
  2. Einzigartigkeit
    Welche Eigenschaften heben Ihr Produkt und Ihre Dienstleistung von der Konkurrenz ab?
  3. Schmerzpunkte
    Hier ist Ihre Vorbereitung besonders wichtig: Welche konkreten Schmerzpunkte der Zielgruppe löst Ihr Produkt?
  4. Vorteile
    Listen Sie die Vorteile Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung auf und ordnen Sie sie gegebenenfalls den einzelnen Eigenschaften zu.

Im Anschluss ist es ratsam, alle Features und Vorteile nach Ihrer Wichtigkeit zu priorisieren. Dabei gilt: Halten Sie Ihre stärksten Argumente nicht zurück. Auf einer Landingpage gibt es keinen Spannungsbogen. Die stärksten Eigenschaften und Vorteile stehen an erster Stelle.

 

Profitipp: Content vor Design

So verlockend es auch sein mag, sich die fertige Landingpage bereits vorzustellen: Schreiben Sie erst alle Texte – von der Headline bis zu den Kontaktinformationen – bevor Sie die Landingpage gestalten. Andernfalls würde das fertige Template einen Rahmen vorgeben, der unter Umständen nicht zu den Inhalten passt und so wichtige Aussagen verdrängt.

 

Fazit

Landingpages sind das Non plus Ultra, wenn es darum geht, Ihre Newsletter-Abonnenten aus der E-Mail heraus zu einer bestimmten Handlung anzuregen. Landingpages bieten im Vergleich zu den allgemein öffentlich zugänglichen Seiten Ihrer Website die Möglichkeit, Angebote gezielt für eine bestimmte Zielgruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt zu formulieren. Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich die entsprechende Inhalte easy an die Bedürfnisse, Wünsche und Schmerzpunkte Ihrer Zielgruppe anpassen, sodass die Landingpage erfolgreich performen kann.

In den Teilen 3 und 4 dieser Serie lesen Sie in Kürze darüber hinaus, welche 9 Elemente zu jeder Landingpage gehören, wie diese gestaltet und formuliert sein sollten und wie Sie mit Landingpages Ihre Leads erfolgreich qualifizieren.

Alle Artikel der Landingpage-Serie im Überblick:

jongliert als Texterin und Expertin für Content Marketing regelmäßig Worte für mailingwork.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Menü